Unsicherheit gehört längst zum Führungsalltag

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Was früher Ausnahme war, ist heute Dauerzustand.
Und doch erwischt sie uns immer wieder kalt: Wir übersteuern, warten ab oder versuchen, an der (scheinbaren) Kontrolle festzuhalten.
Dabei liegt der Schlüssel nicht im „perfekten Reagieren“, sondern zunächst im Innehalten - um sich selbst besser einzuordnen, und dann anschließend die beste Handlungsoptiin auszuwählen.
Ein Denkmodell, das dabei hilft, ist das UncertaintyManifesto – entwickelt von Nathan und Susannah Furr (‚The Upside of Uncertainty‘).
Es basiert auf zwei Fragen:
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1️⃣
Worauf richte ich meine Ziele – nach innen (Haltung, Sinn) oder außen (Anerkennung, Erfolg)?
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2️⃣Wie viel Einfluss erlebe ich – glaube ich an meine Kontrolle der Umwelt, oder entzieht sich diese meinem Einfluss?
1. Kontrollstreben mit äußerem Fokus
2. Fremdsteuerung bei externen Zielen
3. Gestaltende Selbstverantwortung
4. Innere Haltung trotz Unsicherheit
Zielklarheit trotz fehlender Kontrolle. Wir akzeptieren Unsicherheit und bleiben verbunden mit unseren Werten. Das schafft innere Stabilität – erfordert aber Selbstreflexion, denn dieser Quadrant wirkt mehr nach innen als nach außen.
Wir bewegen uns je nach Situation in unterschiedlichen Feldern. Entscheidend ist nicht, sofort ideal zu reagieren, sondern zu erkennen: Wo stehe ich – und passt das zu dem, was ich erreichen will?
Gerade für Führende ist diese Selbstklärung zentral – für die eigene Haltung und für die Orientierung im Team.
➡️ Das Modell lässt sich übrigens ebenfalls gut in Sparrings, Workshops oder Entscheidungsrunden einsetzen.



