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"Do more than belong - participate" ... oder "Muss jetzt jeder mitreden"?

© Lorem ipsum

Diese Frage diskutieren wir gerade in vielen Leadership-Teams, wenn es um strategische Ziele geht.

Denn einerseits wollen wir die Organisation ‚mitnehmen‘, Perspektivenvielfalt herstellen und durch mehr Integration Begeisterung herstellen.

Das kann allerdings auch schnell zur Überforderung werden: Partizipation kostet Zeit, viele Meinungen müssen verarbeitet werden - und letztendlich sollte auch etwas Vernünftiges dabei herauskommen.

Was ist also das richtige Maß?

1906 stellte James Surowiecki in seinem Buch ‚Die Weisheit der Vielen‘ bereits fest, dass eine Gruppe in manchen Bereichen bessere Entscheidungen trifft.

Wann immer es in Organisationen um Aufgaben geringer Komplexität ohne tieferes Fach­wissen geht, können wir Partizipation ‚im großen Stil‘ gewinnbringend einsetzen. Meinungs­umfragen, Feedbacks in All-Hand-Meetings oder Ideen-Jams sind ein gutes Beispiel dafür.

Dieser Effekt gilt allerdings nur für ‚leichte‘ Aufgaben. Bei komplexen Themen nimmt die Treffsicherheit in großen Gruppen ab.

Was also dann tun?

Die Strategie der Bienen

Schwarmbienen machen es uns vor: Geht es um die Erkundung eines neuen Gebietes, fliegt nur ein Teil des Schwarms - die Scout-Bienen - los, um eine Entscheidung für ein neues Nest zu treffen.

In der Strategie-Entwicklung kann man ebenfalls Scouting-Teams gründen, die bestimmte Trends oder Märkte ergründen oder im Auge behalten.

Eine weitere Möglichkeit, den Bienen-Effekt zu erzielen sind Expertenräte: zu sehr spezifischen Fragestellungen (Einsatz von Blockchain-Technologie in einem spezifischen Service-Segment, oder die Umsetzung des Cradle2cradle Ansatzes für ein Produkt) werden ausgesuchte Experten mit der Beantwortung von strategischen Fragen herangezogen.

Bei allen Gremien oder Strategieteams gilt laut McKinsey darüber hinaus eines: je diverser, desto mehr Perspektiven, desto besser die Qualität der Ergebnisse und die Performance.